Erfahrungsberichte aus dem FSJ und BFD
Lass dich inspirieren! Hier erzählen aktuelle und ehemalige Freiwillige von ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Sie nehmen dich mit in ihren Alltag und verraten dir, warum das FSJ oder der BFD eine echte Bereicherung für ihr Leben war.
Stories aus dem FSJ und BFD
Mein FSJ in drei Worten: Mega schöne Erfahrung!
Ich heiße Alina Shareen Keilbach und mache seit Dezember 2025 mein FSJ bei der Stiftung Drachensee in Kiel, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Nachdem ich die Schule kurzfristig verlassen hatte, habe ich zunächst ein Jahr lang verschiedene Praktika gemacht, um mich beruflich zu orientieren. Ich hatte große Angst davor, mich festzulegen. Bei einem meiner Praktika habe ich mich dann aber so wohlgefühlt, dass ich gerne länger in diesem Bereich bleiben wollte. Da war ein FSJ genau die richtige Möglichkeit für mich.
Mein Arbeitstag beginnt gemeinsam mit meinen Kolleg*innen im Büro. Dort sprechen wir über alles, was so passiert ist und ansteht. Danach geht es in die Gruppe. Wir arbeiten gemeinsam an verschiedenen Aufträgen und ich unterstütze die Menschen mit Behinderung bei ihren Aufgaben. Bei Bedarf begleite ich sie auch beim Essen. Außerdem gibt es bei uns einen Kreativraum, in dem wir viel mit Holz arbeiten. Jeder Tag ist ein bisschen anders und es gibt immer etwas zu tun. Am Ende des Tages begleite ich alle noch zu ihren Bussen.
Besonders schön finde ich die Arbeit mit den Menschen. Ich merke, wie sehr ich darin aufgehe. Die Menschen sind herzlich, offen und begegnen einem ohne Vorurteile. Mit ihnen zu arbeiten, zu sprechen und gemeinsam zu lachen, macht mir unglaublich viel Spaß. Mein persönliches Highlight ist das gemeinsame Tanzprogramm. Einen einzigen schönsten Moment gibt es für mich eigentlich nicht, denn jeder Tag bringt besondere Augenblicke mit sich. Die Menschen dort zaubern mir täglich ein Lächeln ins Gesicht. Der Umgang miteinander ist herzlich, liebevoll, offen und ehrlich. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Sommerfest. Dort kamen alle zusammen, haben kleine Spiele gespielt, getanzt, miteinander geredet und gegrillt. Es war ein sehr schöner und lustiger Tag.
Am Anfang musste ich erst lernen, meine eigenen Grenzen klar zu erkennen und auch ohne schlechtes Gewissen auszusprechen. Je nach Behinderung begegnen einem außerdem Verhaltensweisen, die zunächst ungewohnt sein können. Ich habe gelernt, mit neuen und herausfordernden Situationen umzugehen, besser auf mich selbst zu achten und mich immer wieder auf Neues einzulassen.
Die Seminare im FSJ fand ich auch total gut. Ich habe mich dort mit Themen beschäftigt, über die ich vorher kaum nachgedacht hatte. Gleichzeitig konnte ich mich endlich über Dinge austauschen, die mich schon länger beschäftigt haben. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und die gemeinsame Zeit immer sehr genossen. Die Seminare machen ein FSJ wirklich noch einmal ganz besonders.
Das Jahr hat mir gezeigt, dass der soziale Bereich wirklich zu mir passt. Ich hatte schon immer Interesse daran, mit Menschen zu arbeiten, und durch das FSJ hat sich dieser Wunsch bestätigt.
Ich würde ein FSJ oder einen BFD auf jeden Fall empfehlen. Es hilft bei der Orientierung, man sammelt viele neue Erfahrungen und kann sich persönlich stark weiterentwickeln. Sowohl in der Einsatzstelle als auch bei den Seminaren lernt man viele nette und interessante Menschen kennen.
Mein Tipp an neue Freiwillige: Seid offen für diese Chance und nutzt das Jahr für euch. Lernt die soziale Arbeit und neue Menschen kennen, entfaltet euch und nehmt so viel wie möglich mit.
Ich bin Luna, 20 Jahre alt, und habe mein FSJ an der Grundschule Marschenschool a’nt Wattenmeer in Helse gemacht.
Nach der Schule wollte ich erst einmal praktische Erfahrungen sammeln und herausfinden, welcher berufliche Weg zu mir passt. Mir war wichtig, etwas Sinnvolles zu machen, mit Menschen zu arbeiten und mich persönlich weiterzuentwickeln.
Mein Arbeitstag begann mit kleinen Vorbereitungen und der Frühbetreuung. Danach war ich im Unterricht und habe sowohl die Lehrkräfte als auch die Kinder unterstützt. In den Pausen hatte ich Aufsicht, mittags half ich bei den Hausaufgaben und anschließend war ich in der Betreuung oder bei verschiedenen AGs dabei. Dadurch war jeder Tag anders und sehr abwechslungsreich.
Am meisten Freude hat mir die Arbeit mit den Kindern gemacht. Es war schön, sie im Alltag zu begleiten, ihnen zu helfen und ihre Entwicklung mitzuerleben. Besonders berührt hat mich, wie sehr sie sich über kleine Erfolge oder gemeinsame Erlebnisse freuen konnten. Am Anfang war es für mich ungewohnt, dass jedes Kind ganz unterschiedliche Bedürfnisse hat. Ich musste erst lernen, individuell auf die Kinder einzugehen und in verschiedenen Situationen passend zu reagieren. Mit der Zeit ist mir das immer leichter gefallen.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie die Kinder mit Konflikten umgegangen sind. Oft waren sie erstaunlich reflektiert, konnten sich eigene Fehler eingestehen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Ihre Ehrlichkeit und Offenheit haben mich sehr beeindruckt.
Durch mein FSJ habe ich gelernt, offener auf Menschen zuzugehen und selbstbewusster zu kommunizieren. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich gerne Verantwortung übernehme, hilfsbereit bin und gut im Team arbeiten kann. Aus dem Jahr nehme ich viele schöne Erfahrungen und besondere Begegnungen mit.
Auch die Seminare waren für mich ein wichtiger Teil des FSJ. Besonders gut fand ich den Austausch mit den anderen Freiwilligen. Spannend waren für mich vor allem die Workshops zu den Themen Gefühle, Stressbewältigung und Selbstfürsorge. Außerdem habe ich gelernt, wie ich mit schwierigen Situationen umgehen und gut auf mich selbst achten kann.
Das FSJ hat mir bei meiner Berufswahl und auch bei meiner persönlichen Entwicklung geholfen. Ich habe festgestellt, dass ich beruflich einen anderen Weg einschlagen möchte. Trotzdem war das Jahr für mich sehr wertvoll, denn ich bin selbstbewusster und offener geworden.
Ich würde ein FSJ auf jeden Fall empfehlen. Man sammelt viele wertvolle Erfahrungen, wächst persönlich und bekommt einen guten Einblick in den Berufsalltag. Gleichzeitig lernt man viel über den Umgang mit anderen Menschen und übernimmt Verantwortung.
Mein Tipp an neue Freiwillige: Seid offen für neue Erfahrungen und genießt die Zeit. Man lernt jeden Tag etwas Neues und wächst an seinen Aufgaben.
Hey, ich bin Mai, 19 Jahre alt und mache meinen BFD an der Grundschule Niederbüssau, etwas außerhalb von Lübeck.
Für einen Freiwilligendienst habe ich mich entschieden, weil ich herausfinden wollte, ob die Arbeit als Lehrerin nicht nur auf dem Papier, sondern auch im echten Schulalltag zu mir passt.
Mein Arbeitstag beginnt um 10 Uhr. Zuerst bin ich für etwa zwei Stunden im Unterricht dabei und unterstütze die Kinder bei ihren Aufgaben. Besonders schön finde ich die Momente, in denen ich etwas so erklären kann, dass ein Kind es plötzlich versteht. Danach kümmere ich mich um das Mittagessen. Den restlichen Tag verbringe ich in der Nachmittagsbetreuung. Es ist oft laut und trubelig, aber gleichzeitig auch sehr herzlich. Ich liebe es, wenn die Kinder morgens begeistert meinen Namen rufen, sobald ich durch die Tür komme. Ein besonders schöner Moment war, als mir ein Schüler eine Tafel Schokolade mitgebracht hat, weil ich ihm im Unterricht so gut helfe. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Ein weiteres Highlight war das Sommerfest. Eigentlich wollte ich nur eine halbe Stunde bleiben, wurde dann aber spontan fürs Kinderschminken eingespannt und blieb am Ende noch drei Stunden.
Vor allem die Lautstärke in einer Grundschule war für mich am Anfang ungewohnt. Außerdem fiel es mir zunächst schwer, auch mal ein Machtwort zu sprechen und streng zu sein. Durch meinen BFD habe ich gelernt, besser auf mich selbst zu achten. Ich weiß jetzt, wie wichtig es ist, klare Grenzen zu setzen und sich kurze Auszeiten zu nehmen, wenn es nötig ist. Gerade in einem lebhaften Schulalltag hilft mir das sehr.
Auch die Seminare waren eine gute Erfahrung. An den ersten Tagen war ich immer etwas eingeschüchtert, aber sowohl die anderen Freiwilligen als auch die Anleitung waren sehr nett. Am Ende habe ich mich jedes Mal wohlgefühlt und die gemeinsame Zeit sehr genossen.
Ich würde einen Freiwilligendienst auf jeden Fall empfehlen. Es ist eine großartige Möglichkeit, einen Beruf und einen Arbeitsplatz wirklich kennenzulernen. Gleichzeitig ist es sehr erfüllend, sich auf diese Weise in die Gesellschaft einzubringen. Mein BFD hat mich in meinen Zukunftsplänen definitiv bestärkt. Dafür bin ich sehr dankbar.
Mein Tipp an neue Freiwillige: Lasst euch von der trubeligen Anfangsphase nicht aus dem Konzept bringen. Ich habe bestimmt einen Monat gebraucht, um mich an alles zu gewöhnen – und das ist völlig in Ordnung.